Labskaus

Ursprünglich ein Gericht aus dem Verpflegungsplan der Seeleute zur Zeit der Segelschiffe, basierend auf lagerfähigen Lebensmitteln der damaligen Zeit: Pökelfleisch, Kartoffeln, Zwiebeln, eingelegten Gurken, Rote Bete und Matjeshering. Labskaus konnte ohne viel zu kauen aus der Schüssel gelöffelt werden, ein Vorteil bei schlechtem Wetter, bei dem die Tischsitten buchstäblich unter den Tisch fielen.

Pökelfleisch, Kartoffeln und Rote Bete wurden getrennt gekocht und anschließend durch den Fleischwolf gedreht; Salz, etwas Zucker und verschiedene Gewürze dazu gegeben. Im großen Topf wurde erst das Pökelfleisch mit den Gurken und Zwiebeln in heißem Schmalz angebraten, dann kamen der Kartoffelbrei und die Rote Bete dazu. Obendrauf kam dann, was die Kombüse noch so hergab: ein Spiegelei, Matjes oder Rollmops.

Labskaus (modern)

Heutzutage, wo kaum noch Pökelfleisch zu bekommen ist, kann man gut auf Corned Beef ausweichen. Den Inhalt einer Dose Corned Beef zusammen mit gewürfelten Zwiebeln und ein wenig durchwachsenem Speck in der Pfanne anbraten. Kartoffeln kochen und zu einem groben Brei zerstampfen, das angebratene Corned Beef dazu und alles schön verrühren. Rote Beete dazu und, genau wie anno dazumal, Spiegelei, Matjes oder Rollmops obenauf.

Dass Labskaus aussehen soll wie schon einmal gegessen, finden Hamburger eigentlich nicht.

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