Rathaus

Nach mehr als 55 Jahren provisorischer Unterbringung von Senat und Bürgerschaft an verschiedenen Orten, konnte 1897 nach 11 jähriger Bauzeit das neue, unter der Führung von Martin Haller im Neo-Renaissance-Stil geplante, Rathaus eingeweiht werden.

Das alte Rathaus an der Trostbrücke war beim großen Brand 1842 gesprengt worden in der Hoffnung, damit die weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern.

Der 112 Meter lange, 70 Meter breite Bau mit dem 112 Meter hohen Turm ruht auf 4000 Rammpfählen aus preußischen Kiefern in der sumpfigen Marsch der Alster. Diese Pfähle müssen noch heute ständig unter Wasser stehen, um ein Verfaulen zu verhindern.

Die lateinische Inschrift „Libertatem quam peperere maiores digne studeat servare posteritas“ soll, in goldenen Lettern über dem Portal, die Nachgeborenen ermahnen die von den „Alten“ errungene Freiheit, zu bewahren.

Der 1895-96 erbaute Hygieia-Brunnen im Innenhof sollte ursprünglich Scenen um Merkur, den Gott der Händler und der Diebe zeigen. Die gerade überstandene Cholera-Epedemie mag die Verantwortlichen aber bewogen haben den Brunnen stattdessen, und sicher auch zur Mahnung der Bevölkerung, der griechischen Göttin der Gesundheit und Reinheit Hygieia zu widmen.

Blick von der Mönkebergstraße über den Rathausmarkt auf das Rathaus.

Das Hamburger Rathaus von 1897.

Lateinische Inschrift auf dem Rathausturm: „Libertatem quam peperere maiores digne studeat servare posteritas“

Lateinische Inschrift auf dem Rathausturm: „Libertatem quam peperere maiores digne studeat servare posteritas“

Hygieia-Brunnen im Innenhof des Rathauses.

Hygieia-Brunnen im Innenhof des Rathauses.

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